Wachstum der virtuellen Festplatte

IPFire als Gast oder Hypervisor (Xen, Qemu, KVM)
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Pablo78
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Wachstum der virtuellen Festplatte

Postby Pablo78 » December 2nd, 2016, 8:13 am

Hallo Zusammen,

ich weis nicht ob ich hier mit meinem Thema richtig bin aber ein Versuch ist es wert ;D

Ich habe über den VMM eine VM auf meinem ipFire-Router erfolgreich erstellt und diese läuft derzeit. Gestern hatte ich mich mal auf den Router geschaltet und war erschrocken wie groß die Festplattendatei geworden ist und auch über Nacht sich vergrößert. Derzeit sind 2 Snapshots vorhanden und andere habe ich schon gelöscht.

An der VM habe ich eine Größe von 30GB für die Festplatte hinterlegt welche im Format "QCOW2" vorliegt.
Konfiguration
Gerätetyp: VirtIO DIsk 1
Speichergröße: 30.00 GB
Festplattenbus: VirtIO
Speicherformat: qcow2
Cache-Modus: default
EA-Modus: default

Die Festplattendatei war gestern bei 43 GB und heute Morgen schon bei 45 GB obwohl auf dem System keine Dateien kopiert wurden oder andere Aktivitäten erfolgten. Als Gast System setze ich Debian ein und lassen owncloud laufen wo derzeit nur Kontakte synchronisiert werden. Innerhalb der VM sind nur 5 GB belegt.

Wenn ich übwer VMM die VM clone dann ist die neue Festplattendatei nur ca. 12 GB groß was mich etwas irritiert.

Ich habe zum Thema folgenden Link gefunden aber da ich neu bin wollte ich nachfragen was ich machen kann um das Wachstum und die derzeitige Größe einzuschränken da sonst bald meine Festplatte auf dem Router voll ist.
https://kofler.info/wie-ich-ein-qcow2-image-auf-ein-drittel-geschrumpft-habe/

Weiteres:
Sofern ich über WinSCP mir die Dateigröße anzeigen lasse, steht da 45 GB aber soweit ich innerhalb von Linux mir die Belegung vom Laufwerk bzw. den Ordner "/var/lib/libvirt/images" ausgeben lassen, bekomme ich nur 24 GB angezeigt.


Ich wäre Euch für Hilfe bzw. Tipps sehr dankbar.....

VMM.PNG


Dateigroessenunterschied.png
Mfg Paul

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Re: Wachstum der virtuellen Festplatte

Postby Pablo78 » December 2nd, 2016, 1:28 pm

Update:
Ich konnte gerade die angezeigte Größe von 43 GB auf 13 GB über den unten stehenden Befehl schrumpfen

Code: Select all

qemu-img convert cloudVM.qcow2  -O qcow2 -c cloudVM-aufgeraeumt.qcow2


komprimiert ist die Datei sogar nur 4 GB groß

Code: Select all

qemu-img convert cloudVM.qcow2  -O qcow2 -c cloudVM-komprimiert.qcow2



Mich würde aber interessieren warum die Datei weiter anwächst obwohl keine Änderungen bzw. Daten von mir geschrieben werden.
Gibt es hier auch Einstellungen die ich per VMM an der VM bei "VirtIO Disk 1" setzen kann?
Mfg Paul

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Re: Wachstum der virtuellen Festplatte

Postby Pablo78 » December 4th, 2016, 12:11 pm

Konnte die Festplatte zwar wieder auf 4 GB reduzieren doch seit 2 Tagen wächst diese unaufhaltsam nach oben (derzeit 11 GB) obwohl die VM nur 3GB an internen Speicher anzeigt.

VM interner Speicher.PNG



Beim Boot wird ua. "No Caching mode page found" angezeigt.

Wenn jemand eine Idee hat dann bitte-bitte-bitte posten.
Mfg Paul

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Re: Wachstum der virtuellen Festplatte

Postby Pablo78 » December 29th, 2016, 1:20 pm

Habe jetzt erstmal die Festplattendatei vom Format qcow2 nach raw konvertiert und auch hier steht der interne Speicher an aber nicht so schnell.

Code: Select all

root: qemu-img info cloudVM.raw
image: cloudVM.raw
file format: raw
virtual size: 30G (32212254720 bytes)
disk size: 25G



Es muss wohl etwas damit zu tun haben, dass ich innerhalb meiner VM (Debian 64Bit) Apache/MySQL und owncloud am laufen habe und irgendwas erzeugt da viele Dateien was in Verbindung mit meiner Blockgröße dieses Verhalten (anwachsen der Festplattendatei) beschleunigt. Aus dem Bereich VMWare ist mir dieses Verhalten nicht so bekannt.

Code: Select all

:~# fdisk -l /dev/vda

Disk /dev/vda: 30 GiB, 32212254720 bytes, 62914560 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: dos
Disk identifier: 0xf2b71b36
Mfg Paul

nobody
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Re: Wachstum der virtuellen Festplatte

Postby nobody » June 25th, 2017, 8:58 pm

auch wenn es alt ist, aber für andere vielleicht hilfreich:
vDisk KVM-Systemen wie Proxmox unterstützen nur in einer bestimmten Konstellation TRIM (bzw "discard", was nicht nur für SSDs wichtig ist, sondern auch bei vDisks dazu führt, dass einmal belegte Blöcke nicht mehr neu beschrieben werden, wenn es nicht genutzt wird).

Nur mit Virtio-SCSI Controller und SCSI-Anbindung wird Discard unterstützt. Dazu muss man unter Linux-Gästen aber noch "fstrim-av" ausführen.


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